Fische

Natürlich erhaltene Flüsse und Bache bieten den Lebensraum seltenen und gefährdeten Fischarten, die bereits aus vielen Bächen in anderen Teilen Sloweniens verschwunden sind. Darunter auch drei, für Naturschutz wichtige Arten.

Interessant ist die Biologie des Bitterlings (Rhodeus sericeus amarus). Der Entwicklungskreis diesen kleinen, bis zu 9 cm großen, Fisches ist an die Anwesenheit der Bachmuschel angewiesen, mit der en den Lebensraum teilt. In der Paarungszeit wächst den Weibchen hinter der Afteröffnung eine Legeröhre. Diese hilft dem Weibchen, die Eier in den Kiemenraum der Bachmuschel abzulegen. Die Samenflüssigkeit wird von der Muschel aufgesaugt und die Eier werden innerhalb der Muschel befruchtet. Die ersten Wochen verbringen die kleinen Bitterlinge in der Muschel, wo sie vor Raubtieren sicher sind.

Der Bitterling erwidert der Muschel den Gefallen, da die Larven der Muschel in den Kiemen des Bitterlings leben. Sowohl Bitterling als auch die Bachmuschel sind FFH Arten des Natura 2000 Gebiets Goričko. In der Vergangenheit wurden weibliche Bitterlinge als Schwangerschaftstest verwendet. In Kontakt mit Urin einer schwangeren Frau, aktivierte sich die Legeröhre des Weibchens und eine Schwangerschaft kann angedeutet werden.

Der Bitterling hat einen hohen Rücken und halbunterständiges Maul. Der Kopf ist klein, der Rücken graugrün gefärbt, Seiten und Bauch sind silbrig. Über die Mitte der Seiten zieht sich ein opalisierender Streifen blaugrüner Farbe. Der Bitterling ernährt sich von Pflanzen, selten von Würmern und Insektenlarven.

 

 



Der Entwicklungskreis diesen kleinen Fisches ist an die Anwesenheit der Bachmuschel angewiesen. 

Der Steinbeißer (Cobitis elongatoides) ist eine bis 15 cm lange und 15 g schwere Fischart. Der Rücken ist graugelb mit reihenweise angeordneten Braunpunkten. Ein unterständiges Maul hat sechs kurze Bartfäden. Sein Lebensraum sind langsam fließende und stehende Gewässer mit klarem Wasser und flachen, sandigen Bachbett.

Ukrainisches Bachneunauge (Eudontomyzon mariae) ist an dem 22 cm langem, schlangenförmigen Körper zu erkennen. Das Maul in der Mitte des Kopfes ist zu einer Saugscheibe mit Lippenzähnen umgebildet. Die Entwicklung der Larve dauert 3,5 bis 4,5 Jahre. Um sich fortpflanzen zu können, dauert es noch weitere 10 Monate.

In der Laichzeit legen die Weibchen die Eier in seichtem Nest, die die Männchen vorher ausgegraben haben. Ihre Lebensdauer ist zwei bis drei Monate, nach der Laichzeit sterben die erwachsenen Tiere. Die Larven ernähren sich von organischen Partikeln und Mikroorganismen. Ihr Lebensraum sind Gewässer des Flachlandes, wo sie in Sand- oder Tonsedimenten sitzen. In Goričko lebt das ukrainische Bachneunauge in den Flüssen Velika und Mala Krka sowie in Bachen Peskovcki potok, Dolenjski potok, Mačkovski potok, Grački potok und Lukaj potok.

In den Stauseen in Goričko leben auch andere Fischarten. Zu den Angelarten zählen der Giebel oder die Silberkarausche, der Döbel auch Alet, Eitel oder Aitel genannt, die Karausche, der Karpfen, die Schleie, der Flussbarsch, das Rotauge, auch die Plötze, Unechte Rotfeder oder der Schwall genannt, die Rotfeder auch Unechtes Rotauge, Rötel oder Rotblei genannt, der Zander auch Sander, Schill, Hechtbarsch, Zahnmaul oder Fogosch genannt, der Europäische Wels oder Flusswels, der Hecht und der Ukelei auch Ablette, Laube, Zwiebelfisch genannt.
In den stehenden Gewässern leben auch fremdartige invasive Fischarten wie der Schwarze Zwergwels auch Schwarzer Katzenwels genannt.

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