Informationszentrum Naturpark Goričko
Grad 191, 9264 Grad
tel.: (031) 354 149
e-mail: park.goricko@siol.net

Geologie

Zur Geologie der Region Gorièko

Der geologische Aufbau des Gorièko ist nicht allzu mannigfaltig, aber der geologischen Vorgeschichte wegen doch interessant. Dieser Teil Sloweniens besteht vorwiegend aus tertiärem Gestein, das ein Alter zwischen 66 und 1,6 Mio Jahren aufweist. Wesentlich älteres Gestein, das im Meer vor etwa 400 Mio. Jahren entstanden ist, findet sich nur im Bereich Sotina und Rdeèi breg. Dabei handelt es sich um Tonschiefer. Sie treten aus weicheren tertiären Sedimentschichten zutage und bilden die steilsten Hänge des nordwestlichen Teiles der Region Gorièko.
Der Entstehung der metamorphen Tonschiefer folgte in der geologischen Geschichte des Gorièko eine längere Periode als Festland. Erst am Ende des Oligozäns, also vor ungefähr 23 Millionen Jahren, senkte sich das Gebiet und wurde von Osten her vom Pannonischen Meer überflutet. Nur der äußerste nordwestliche Teil blieb Festland. Für weitere 18 Millionen Jahre blieb das Gebiet von Meer bedeckt. Im Pliozän wurden die ursprünglichen Meeressedimente (Schotter, Sande und Tone, aus denen Sandstein, Tonsandstein und Tonstein wurden) immer mehr zu Süßwassersedimenten. Das Pannonische Meer bewegte sich wegen der Hebung des Gebietes immer mehr nach Osten.

Im oberen Pliozän, also vor etwa 1,6 Mio. Jahren, begannen in der Nähe von Klöch in Österreich Vulkanausbrüche. Die Folgen dieser vulkanischen Aktivität sind auch in Grad in Gorièko sichtbar, wo es zwischen Flussschotterquarz, Sand, Kalksteinmergel und Ton auch Tuff- und Tuffitschichten gibt, während südöstlich von Kani¾a dunkelgrauer Basalt auftritt. In der Vergangenheit wurde dieses Gestein als Baumaterial verwendet. Heute ist es wegen der Olivinvorkommen vorwiegend vom mineralogischem Standpunkt aus interessant, da dies das einzige derartige Vorkommen in Slowenien ist.

Vom Holozän an bis heute folgte im Gorièko die Akkumulation von Sedimentgestein.

In der Vergangenheit wurde im Gorièko auch Ton abgebaut. Die Töpfer und Ofensetzer sind jedoch so gut wie ausgestorben. Auch das Kalkbrennen aus Marmor und Kalkstein ist heute vom wirtschaftlichen Standpunkt aus nicht mehr vertretbar.

Nach:
Èinè Juhant, B. & Planj¹ek, M. 2002. O geologiji Pomurja in Gorièkega. Narava Slovenije. Mura in Prekmurje, (Zur Geologie des Pomurje und Gorièko. Natur Sloweniens. Mur und Prekmurje), Prirodoslovni muzej, Ljubljana

Copyright © Krajinski park Gorièko | Design & production CREATIV Novi mediji d.o.o. |