Bis zum 20. Jahrhundert gehörten Schmiede zu den bedeutendsten Handwerker der weiten Landteile Sloweniens; sie haben Werkzeuge nicht nur für die Landwirtschaft sondern auch für andere Lebensbereiche hergestellt, wie zum Beispiel Schmiedeteile des Bauernwagens, Werkzeuge für den Weinbau und für Forstwesen, Werkzeuge für den Hausbau, innere und äußere Ausstattung der Häuser; nicht zuletzt haben sie die hergestellten Erzeugnisse auch repariert. Schmiede teilt man in verschiedene Gruppen ein: Gemeinschmiede, Wagenbauschmiede, Hufbeschlagschmiede und Artschmiede. In 1848 wurde in Ljubljana die Hufbeschlagschmiedeschule gegründet, die nach dem Jahr 1873 zur Pflichtschule für alle Schmiede wurde. Im späten Mittelalter gab es im Dorf Grad eine Schmelzerei und Schmiede. Im 18. Jahrhundert haben sich die Schmiede von Dobrovnik, Lendava und Beltinci in selbstständige und gemischte Innungen vereinigt. In 1927 gab es im Bezirk von Murska Sobota 135 Schmiede, bzw. Hufbeschalgschmiede; in 1957 gab es in der ganzen Region von Pomurje nur noch 98 Schmieden und 30 Hufbeschlagschmieden. Mit der Einführung der Traktoren und anderer Landwirtschaftsmaschinen begannen in den Achtziger Schmieden allmählich zu verschwinden.
Schmiede von Bukovnica, 2003
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Hufbeschlag, Prekmurje, 1960-1970
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Schmied Ivan Lipaj aus Murska Sobota bei der Meisterprüfung in der Hufbeschlagschmiedeschule von Ljubljana, 1937
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Schmiede
Der Hufbeschlag- bzw. Wagenbauschmied ©tefan Karas (1916-1999) aus Gederovci hat seine Schmiede vom Schmied Plahtariè geerbt. Als Lehrling hat er drei Jahre lang sein Handwerk in Sebeborci gelernt, in 1934 hat er seine Gesellenprüfung erfolgreich bestanden, worauf er in 1946 in Maribor die Meisterprüfung bestanden hat. In 1951 hat er seine Gewerbezulassung erhalten und war bis zu seinem Tod tätig.
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1. Amboß
2. Esse
3. Bohrmaschine
4. Schmiedehämmer
5. Schmiedezangen
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