Informationszentrum Naturpark Goričko
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Kulturerbe

In der Region Goričko sind Spuren einer Besiedelung aus prähistorischer Zeit, der Antike und des Frühmittelalters nachweisbar. Im 9. Jahrhundert lebten hier vorwiegend Slawen unter den Fürsten Pribin und Kocelj. Die Einfälle der Ungarn um das Jahr 900 setzten dieser Entwicklung ein Ende. Damals wurde ein so genannter Grenzgürtel gebildet. Vom Ende des 11. bis zum 14. Jahrhundert fand eine neuerliche Kolonialisierung statt. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Kulturdenkmäler der Region.

Die heutige Friedhofskirche St. Martin in Domanjąevci gilt als eines der ältesten erhaltenen Sakraldenkmäler im Prekmurje. Sie entstand um die Mitte des 13. Jahrhunderts. Auch die aus dem 13. Jahrhundert stammende Rotunde in Selo ist ein außergewöhnliches Beispiel für runde romanische Architektur und gotische Malerei. Die gotische Baupraxis, die in der Region bis in das 15. und 16. Jahrhundert nachhallte, findet sich auch bei den Kirchen in Grad, Gornji Petrovci und Boreča. Nach der Gotik versetzten die Türkeneinfälle diesen Landstrich wiederum zweihundert Jahre in Angst und Schrecken (15. bis 17. Jahrhundert). Damals konzentrierte man sich vor allem auf die Verteidigung, während die spätere Entwicklung Märkte und Städte außerhalb des Goričko erfasste.

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts hatte vor allem Murska Sobota ein rasches Wachstum zu verzeichnen. Die Zeit nach 1919 ist natürlich von besonderer Bedeutung, denn damals wurde die Region Prekmurje mit dem Goričko wieder in den slowenischen Kulturraum und Staatenverband eingegliedert.

Heute ziehen Grad als eines der größten Schlösser Sloweniens und die Kirche Christi Himmelfahrt in Bogojina am meisten Besucher an.

Das Schlossgebäude um Grad (ehemals Gornja Lendava) wird 1208 zum ersten Mal erwähnt und erhielt in den folgenden Jahrhunderten seine vieleckige Form. Das Bauwerk spiegelt romanische, spätgotische, barocke und Einflüsse aus der Renaissancezeit. Wegen seiner Lage, seiner historischen Rolle und Größe wurde Grad als Verwaltungszentrum des Dreiländer Naturparks Goričko-Örség-Raab ausgewählt.

Die Pfarrkirche Christi Himmelfahrt in Bogojina ist weithin wegen ihres rundes Turmes sichtbar. Die alte, romanische und im 14. Jahrhundert gotisierte Kirche wurde vom bekannten slowenischen Architekten Joľe Plečnik in den 30iger Jahren als Ostteil der neuen Kirche angegliedert. So entstand eines der bedeutendsten sakralen Baudenkmäler Sloweniens.

 

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